Ein Backup ist eine getrennte Kopie wichtiger Daten oder Systeme, die nach Löschen, Defekt, Fehlbedienung oder Angriff wiederhergestellt werden kann. Entscheidend ist nicht nur das Sichern, sondern die nachweislich funktionierende Rücksicherung.
Warum ist ein Backup wichtig?
Produktivdaten können durch Hardwaredefekte, versehentliches Löschen, Softwarefehler oder Ransomware verloren gehen. Ein belastbares Backup begrenzt den Schaden und schafft einen geregelten Weg zurück. Synchronisation allein ist kein Ersatz, weil falsche Änderungen häufig sofort mitübertragen werden.
Welche Daten müssen hinein?
Neben Dateien gehören je nach Unternehmen auch Server, Datenbanken, Fachanwendungen, Microsoft-365-Daten, Konfigurationen und wichtige Zugangsinformationen zum Konzept. Die Priorität richtet sich danach, was für den Betrieb zuerst wieder verfügbar sein muss.
Getrennte Kopien schützen
Mindestens eine Sicherung sollte so getrennt oder geschützt sein, dass ein Angriff oder Defekt am Produktivsystem nicht gleichzeitig alle Kopien erreicht. Unterschiedliche Speicherziele, Standorte oder unveränderbare Sicherungen können dieses Risiko reduzieren.
Praxisbeispiel
Eine wichtige Datei wird überschrieben und später bemerkt. Durch mehrere Aufbewahrungsstände kann eine frühere Version zurückgeholt werden. Bei einem größeren Ausfall bestimmt ein dokumentierter Wiederanlaufplan, welche Systeme in welcher Reihenfolge wiederhergestellt werden.
Wie oft sichern und testen?
Die Häufigkeit hängt davon ab, wie viele Änderungen verloren gehen dürfen. Das beschreibt das RPO. Wie schnell der Betrieb wieder laufen muss, beschreibt das RTO. Regelmäßige Tests zeigen, ob diese Ziele realistisch erreichbar sind.
Typische Fehler
Nur eine Kopie auf einem dauerhaft verbundenen NAS, unbemerkte fehlgeschlagene Sicherungen und nie getestete Wiederherstellungen sind häufige Risiken. Auch neue Server oder Cloud-Dienste werden leicht vergessen. Ein laufend betreutes Backup-Konzept berücksichtigt solche Änderungen.